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Mittwoch, 17.10.2018
Geschichtliches zum Flecken Gittelde
Der Rat des Flecken Gittelde hatte es sich zum Ziel gesetzt, zur Tausend-Jahr-Feier 1953 ein Wappen für den Ort zu präsentieren. Der Heraldiker Völker, der auch das niedersächsische Landeswappen geschaffen hat, wurde damit beauftragt, ein Wappen für Gittelde zu entwerfen. Der Rat von Gittelde beschloß die Annahme des Wappenentwurfs am 27. April 1953. Die Genehmigung des Wappens durch den Niedersächsischen Minister des Innern datiert vom 30. Mai 1953.

Wappen  des Flecken Gittelde
Wappen des Flecken Gittelde
Die Schlüssel im Wappen von Gittelde wurden dem Wappen des Dietrich von Gittelde entnommen. Die Adelsfamilie derer von Gittelde bestimmte von 1154 bis 1626, als sie im Mannesstamm ausstarb, die Geschicke des Ortes maßgeblich mit.
Bei dem Pfennig im Wappen handelt es sich um eine charakteristische Prägung der einstigen Münzstätte in Gittelde.

Die ursprüngliche Namensendlung auf "-ithi" deutet darauf hin, dass "Gelithi - Gittelde" bereits in altsächsischer Zeit bis 250 n. Chr. gegründet worden sein muß. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes erfolgt jedoch erst in einer Urkunde König Otto I. im Jahre 953 n. Chr. Er gibt in diesem Dokument unter anderem "Gelithi" an das Mauritius - Kloster in Magdeburg. Diese Schenkungsurkunde wurde in Quedlingburg unterzeichnet. Schon bald nach Unterzeichnung der Urkunde kam es zu einem Streit gerade um Gittelde. Entweder hatte Otto I. die strategische und wirtschaftliche Bedeutung nicht erkannt, oder der Ortsname war ohne seine Kenntnis auf dem Dokument erschienen. Immerhin hatte der Königshof in Gittelde die Aufgabe der Jahrzehnte zuvor durch die Ungarn zerstörte Burganlagen übernommen. Der Ort hatte sich zu einem politischen und wirtschaftlichen Zentrum am südwestlichen Harzrand entwickelt und war zu einem Knotenpunkt des frühmittelalterlichen Wegenetzes geworden.
Otte erkannte recht schnell seinen Fehler, konnte die Schenkung aber nicht rückgängig machen. Nach zehnjährigem Streit mit dem Kloster in Magdeburg mußte der Kaiser, die Kaiserkrönung war 962 erfolgt., im Jahre 965 einem recht einseitigen Kompromiß zustimmen. Er behielt zwar den königlichen Hof in Gittelde, die Rechte über Markt, Zoll und Münze aber erhielt das Moritz - Kloster.
Damit war das Dorf in politischer, wirtschaftlicher und kirchlicher Hinsicht in zwei Herrschaftsbereiche gespalten. Die noch 1240 "Burgkapelle" genannte Johanniskirche blieb weiter beim Erzbistum Main. Der Kaiserhof allerdings wurde 1288 aufgelöst. Die Mauritius - Kirche war die Kirche des Klosters und später des Bistums Magdeburg.
"Grund" war über Jahrhunderte ein Ortsteil Gittelde. Mit der Erteilung der Bergfreiheit für "Grund" erfolgte 1532 die Trennung. Der Ort "Grund" war nunmehr selbständig.
Obwohl Gittelde mehrfach zerstört wurde, unter anderem während des Dreißigjährigen Krieges und durch eine Feuersbrunst 1718, erfolgte stets der Wiederaufbau.

Gittelde nennt sich auch heute noch "Flecken". Das war früher eine Bezeichnung für Ortschaften, die ursprünglich Dörfer waren, aber im Laufe der Zeit einzelne Städte-Gerechtsame erlangt hatten. Ein Flecken liegt also in seiner verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Stellung zwischen Dorf und Stadt.

Bis zum 30. Juni 1972 gehörte Gittelde zum Landkreis Gandersheim. Gemäß dem Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Bereich des Harzes wurde am 1. Juli 1972 die Gemeinde Teichhütte in den Flecken Gittelde und der Flecken Gittelde in den Landkreis Osterode am Harz eingegliedert. Gleichzeitig schloß sich der Flecken Gittelde mit der Bergstadt Bad Grund (Harz) und den Gemeinden Eisdorf, Windhausen und Badenhausen zur Samtgemeinde Bad Grund (Harz) zusammen.

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Termine Gittelde
[16.11.2018 18:30 Uhr]Schlachteessen nur für Mitglieder nach Anmeldung
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