Flashticker

Sonntag, 23.09.2018
Geschichtliches zur Gemeinde Eisdorf
Im Jahre 1950 wurde der Kreisheimatpfleger von Alfeld, Orlovius, beauftragt, ein Wappen für die Gemeinde Eisdorf zu entwerfen. Mit dem Wappenbild wollten die Mitglieder des Gemeinderates erklären, was der Ortsname bedeutet. Man vertrat die Auffassung, dass der erste Teil des Namens "Eisdorf" nicht von "Eis", sondern von "Eiche" abgeleitet sei.
Zwar entstanden durch Überschwemmungen der Söse und des Dorfbachs im Winter auch immer wieder riesige Eisflächen um das Dorf herum, aber der Rat der Gemeinde Eisdorf sah dennoch in der Eiche das redende Symbol für den Ort.


Wappen der Gemeinde Eisdorf
Wappen der Gemeinde Eisdorf
Man begründete das damit, dass noch Mitte des 19. Jahrhunderts große Eichenwälder bis an den Dorfrand reichten und wohl auch dem Dorf den Namen gegeben hätten.

Der Niedersächsische Minister des Innern anerkannte die Begründung für dieses Wappen und erteilte der Gemeinde Eisdorf am 3. November 1951 das Recht zur Führung des Wappens.

Inzwischen fand Heimatforscher Werner Binnewies aus Förste im Gutsarchiv von Oldershausen unter anderem auch das Wappen der Herren von Eisdorf. Diese Adelsfamilie führte
Im güldenen Schilde drei braune Tannäpfel
Im güldenen Schilde drei braune Tannäpfel


Mit diesen "Tannäpfeln" sind Fichtenzapfen gemeint.
Nach der Überlieferung soll schon im 8. Jahrhundert "Dudo von Hartzhorn"
"... eine aus dem alten Stamm derer von Eistorff zur Ehe genommen, die hat ihm eine Tochter und einen Sohn gezeugt. ..."
Aus dieser Eisdorfer Adelsfamilie ist weiter "Ritter Widekind von Eystorpe" im Jahre 1253 als Zeuge erwähnt. Anno 1310 entsagt der Knappe "Adolf von Eystorpe" seinen Ansprüchen auf den Eisdorfer Zehnten, und der Knappe "Johann von Eystorpe" wird im Jahre 1340 benannt.
Der berühmt-berüchtigte Harzschütze und Freischärler "Hans von Eisdorf" entsprang übrigens nicht dieser Adelsfamilie.

Die erste urkundliche Erwähnung von Eisdorf erfolgt in einer Urkunde König Otto I. aus dem Jahre 953, ausgestellt in Quedlingburg. In dieser Urkunde gibt Otto unter anderem "Agestorp" an das Kloster in Magdeburg. Die Kaiserkrönung Otto I. erfolgte im Jahre 962.

Die Namensform "Agestorp" könnte auf das indo-germanische "age" hindeuten, und das nähme auf fließendes Wasser Bezug, in diesem Fall wohl die Söse und den Goldbach. Der Wasserreichtum führte auch dazu, dass in Eisdorf schon früh eine Wassermühle in Betrieb genommen wurde. Diese Mühle gab es in Eisdorf schon vor 1336, als die Vertreter von St. Jacobi in Osterode den Empfang der Einkünfte einer Mühle in Eisdorf bestätigten.
Die Namensentwicklung verlief kontinuierlich, wenn man konzidiert, dass die Buchstaben -g- und -y- wohl zeitweise vertauscht wurden:

953 - Agestorp
1244 - Eysdorp
1301 - Egistorp
1310 - Eystorph
1569 - Eistorff
1602 - Eißdorff
1784 - Eystorf

Im Zuge der Neugliederung der Gemeinden im Bereich des Harzes wurde der Gemeinde Eisdorf zum 1. Juli 1972 die Gemeinde Willensen zugeordnet. Gleichzeitig schloß sich die Gemeinde Eisdorf mit den Gemeinden Badenhausen und Windhausen, mit dem Flecken Gittelde und der Bergstadt Bad Grund (Harz) zur Samtgemeinde Bad Grund (Harz) zusammen.

Druckversion anzeigen

Termine Eisdorf
Keine Veranstaltungen vorhanden
Veranstaltungen
Dez. 2017
KW Mo Di Mi Do Fr Sa So
48         1 2 3
49 4 5 6 7 8 9 10
50 11 12 13 14 15 16 17
51 18 19 20 21 22 23 24
52 25 26 27 28 29 30 31
Aktuelles Wetter



2018 CITYWERK