Flashticker

Montag, 10.12.2018
Geschichtliches zur Bergstadt Bad Grund (Harz)
Das Wappen der Bergstadt Bad Grund (Harz) läßt sich auf das alte Stadtsiegel zurückführen. Das Recht, ein Stadtsiegel zu führen, war eine jener Bergfreiheiten, die den Harzstädten aufgrund ihrer besonderen wirtschaftspolitischen Bedeutung von ihren Landesherren zugestanden wurden, und die sie gegenüber den anderen Harzorten auszeichneten.

Wappen der Bergstadt Gad Grund (Harz)
Wappen der Bergstadt Gad Grund (Harz)
Die Verleihung eines Siegels war als Bestätigung einer selbständigen und unabhängigen Verwaltung anzusehen. Eine Verleihungsurkunde ist vom Landesfürsten für die Bergstadt Grund jedoch anscheinend nicht ausgefertigt worden.Es war damals durchaus üblich, dass die verleihenden Landesherren Teile ihres Wappens den neugeschaffenen Stadtsiegeln beigaben. Kein Wunder also, dass der welfische Löwe auch im Siegel und schließlich Wappenschild der Stadt (Bad) Grund erscheint. Das aus dem Jahre 1535 bekannte älteste Stadtsiegel führt jedoch einen schreitenden Löwen im Schilde.
Seit 1654 steht der von einem Löwen gehaltene Schild in den Siegeln der Stadt Grund. Die Umschrift lautet: MUNUS (Amt) DER FREIEN BERGSTADT GRUNDE

Für viele Städte bildeten Mauern und Türme im Siegel und Wappen den Begriff der Stadt überhaupt und zeugten vom Stolz auf die städtisch-bürgerlichen Freiheiten. Die gleiche Bedeutung hatten im Siegel und Wappen der Harzer Bergstädte Schlägel und Eisen. Sie waren das unersetzbare Werkzeug im vorindustriellen Bergbau. Der Bergbau aber war der wichtigste Wirtschaftsfaktor auch von Grund. Die Bergfreiheiten waren schließlich der Grundstein für die Entwicklung des Ortes.
Da in einem Siegel keine Farben erschienen, ist die ursprüngliche Tingierung des Wappens nicht bekannt. In dem Wappenbuch von Professor Hupp aus dem Jahre 1928 sind die Wappenfarben Schwarz und Silber:
Im geteilten Wappenschild
wächst oben in Schwarz ein goldener Löwe.
Unten in Silber zwei schräggekreuzte
schwarze Berghämmer mit goldenen Stielen


Auch heute noch sind diese Wappenfarben in der Stadt Bad Grund (Harz) oft anzutreffen, zum Teil mit leichten Veränderungen. So ist zum Beispiel der Löwe teilweise rotbewehrt und rotbezungt, sind auch die Stiele der Berghämmer rot dargestellt.
Wann die Harzfarben Schwarz, Grün und Gold in das Wappen der Bergstadt aufgenommen wurden, ist nicht bekannt. In der Beschreibung des Wappens von Bad Grund (Harz) in der Hauptsatzung vom 12. Dezember 1972 feht die Angabe der Tingierung. Allerdings werden die Farben der Stadt genannt: Schwarz, Grün und Gelb. Möglicherweise läßt sich daraus der Wechsel der Wappenfarben erklären.

Bad Grund (Harz) ist die älteste der sieben Oberharzer Bergstädte. Sie wird 1317 erstmals urkundlich erwähnt. Eine Akte im Pfarrarchiv aus dem Jahre 1505 ist überschrieben
GRÜNDA - antigrissimis herzynia
(Grund, den ältesten Bergwerken zugerechnet)

Die ältesten Hinweise auf Bergbau und Besiedlung in und um Grund dürften jedoch in der Zeit von 900 bis 1000 n. Chr., möglicherweise aber auch noch früher, angesetzt werden können.

Die erste Bergfreiheit
"...für den Bergbau bei Gyttelde im Grund und anderen umliegenden Gebirgen..."
durch Herzog Heinrich den Jüngeren von Wolfenbüttel datiert vom 16. Juni 1524. Sie brachte den Bürgern unter anderem freie Benutzung der Straßen, freien Zu- und Fortzug, freien Wochenmarkt, freies Backen und freies Holz, Steuerfreiheit und Zollfreiheit.
Als 1531 jahrelange Grenzstreitigkeiten zwischen Wolfenbüttel und Grubenhagen beigelegt waren, erließ Heinrich der Jüngere am 8. April 1532 eine zweite Bergfreiheit. Zu diesem Zeitpunkt war Grund bereits eine selbständige Kirchengemeinde. Vorher gehörte der Ort zur Kirchengemeinde Gittelde.
Im Jahre 1535 erhielt Grund die Stadtrechte. Eine weitere Bergfreiheit vom 1. Oktober 1553 gestand der Bergstadt Grund weitere Rechte zu. So konnte unter anderem, wer beim Zuzug Schulden mitbrachte, in Grund dafür nicht gerichtlich belangt werden. Und die Bergleute brauchten keinen Heeresdienst zu leisten.
Mit der Einführung des Preußischen Allgemeinen Berggesetzes vom 8. Mai 1867 kam das Ende der Bergfreiheiten, nachdem die Steuerfreiheit schon 1835 widerrufen worden war.
Dafür wurde die Stadt 1855 als Kurort anerkannt und durfte sich ab 1916 schließlich "Bad" nennen. Die staatliche Anerkennung als Moorheilbad erfolgte im Jahre 1967.

Bis zum 30. Juni 1972 gehörte Bad Grund (Harz) zum Kreis Zellerfeld. Der Landkreis Zellerfeld hatte 1929 das Wappen der Bergstadt Zellerfeld übernommen und durch einen dritten Balken ergänzt. So sollte das Wappen der Stadt, die sich 1924 mit Clausthal zusammengeschlossen hatte, erhalten bleiben. Die 1972 gebildete Samtgemeinde Oberharz wiederum betrachtete sich in gewisser Weise als Nachfolgerin des aufgelösten Landkreises Zellerfeld und hat das Wappen übernommen.

Mit Auflösung des Landkreises Zellerfeld und der Verwaltungs-Neuordnung wurde Bad Grund (Harz) in den Landkreis Osterode eingegliedert. Gleichzeitig schloß sich die Bergstadt mit Gittelde, Eisdorf, Badenhausen und Windhausen zur Samtgemeinde Bad Grund (Harz) zusammen.

Druckversion anzeigen

Termine Bad Grund (Harz)
[01.01.2019 11:00 Uhr]Neujahrskonzert
[06.01.2019 11:00 Uhr]Neujahrsempfang im Schützenhaus
[06.01.2019 11:00 Uhr]Neujahrsempfang SB Grüne Tanne
[13.01.2019 14:00 Uhr]JHV MZ Taubenborn
[19.01.2019 15:30 Uhr]JHV SG Taubenborn
Veranstaltungen
Feb. 2018
KW Mo Di Mi Do Fr Sa So
05       1 2 3 4
06 5 6 7 8 9 10 11
07 12 13 14 15 16 17 18
08 19 20 21 22 23 24 25
09 26 27 28        
Aktuelles Wetter



2018 CITYWERK